Die folgenden Ausführungen dokumentieren eine studentische Initiative, vom AStA der Uni Münster und des Referates für Ökologie (Ansprechpartner: Jan Rosenow), die eine Umstellung auf Recyclingpapier an der Universität Münster erzielen konnte. Selbstverständlich kann dies kein Patentrezept darstellen, dazu sind die Situationen an den Hochschulen zu individuell. Jedoch bleibt zu hoffen, dass sich hierdurch Anregungen und Anstöße zu weiteren Initiativen an anderen Hochschulen geben lassen.
In dieser Phase fand eine Einarbeitung in die Thematik "Papier" mit all Ihren Teilgebieten statt. Dazu gehörte u.a. das Studium der auch auf dieser Homepage angegebenen Literatur. Auch die rechtlichen Hintergründe, die ebenfalls auf dieser Homepage dargestellt werden, wurden studiert. Außerdem wurde recherchiert, was bisher an Initiativen bzgl. Recyclingpapier in Münster gelaufen ist, um auf dem laufenden zu sein.
Im März 2003 fand ein Gespräch mit dem Rektorat statt, in dem das Thema Papier nur kurz erwähnt wurde um so den Rektor schon einmal auf das kommende vorzubereiten.
Ab April folgten intensive Gespräche mit der zentralen Beschaffungsstelle, die offen auf die vorgebrachten Argumente reagiert hat. So wurde gemeinsam überlegt, wo es mit der Erhöhung des Einsatzes von Recyclingpapier bislang nicht geklappt hat. Einigkeit fand sich in dem Punkt, dass Appelle leider nur wenig Anklang finden und zu oft verhallen. Daher wurde sich auf den Sinn eines Rektoratsbeschlusses geeinigt.
Zeitgleich wurden verschiedene Professoren und Initiativen angesprochen, ob diese ein Schreiben an das Rektorat unterstützen würden, um eine Rektoratsbeschluss zu erreichen. Wichtig war, keine Maximalforderungen zu stellen sondern Ausnahmefälle wie Urkunden und wichtige Dokumente auf Frischfaserpapier auch zu akzeptieren. Ansonsten wäre eine solche Unterstützung nicht zustanden gekommen.
Nachdem mit der Verwaltung alles geklärt war, wurde im Mai ein Schreiben aufgesetzt (download unten). Daraufhin wurden alle Kooperationspartner um ihre Unterschrift gebeten und ggf. noch klärende Gespräche geführt.
Anfang Juli 2003 wurde der Brief dem Rektorat überreicht. Daraufhin wurde im August mitgeteilt, dass die Beschaffungsstelle einen Vorschlag ausarbeiten solle, der die Papierbeschaffung zu Gunsten von Recyclingpapier regeln solle. Ggf. könne dies in einem Rektoratsbeschluss enden. Einen solchen Beschluss hat das Rektorat dann auch am 2. Oktober 2003 gefasst.
Dieser Beschluss wurde durch eine Pressemitteilung und einen Bericht in der Zeitung LvS, die Zeitung des AStA, publiziert. Außerdem wurden Flugblätter erstellt. Zur Nachbereitung wurden bis Anfang 2004 Gespräche mit der zentralen Beschaffungsstelle um die Umsetzung geführt. Diese hat auch an den "Runden Tischen Papier" der Kampagne "Papierwende" in Münster teilgenommen (siehe www.papierwende.de).
Abschließend bleibt zu sagen, dass dies ohne die Unterstützung der Verwaltung und dem offen gegenüberstehenden Rektorat wohl keinen Erfolg gehabt hätte. Es hing an wenigen Personen, die sich überzeugen ließen. An dieser Stelle sei ausdrücklich Herrn Knüwer und Herrn Barfuss für ihre Kooperation gedankt. Dem Rektorat sei ebenfalls sehr für den gefällten Beschluss gedankt.
Brief an das Rektorat (pdf 825 kb)
Pressemitteilung (pdf 77 kb)
Auszug Rektoratsbeschluss (pdf 49 kb)